08.06.2015 - Ulrich Olschewski

Kunstausstellung in Dießen/Ammersee

Ich habe nun den Entschluss gefasst, mit einer kleinen Ausstellung hier in Dießen meine Malerei der vergangenen Jahre einem regionalen Kreis vorzustellen. Meine neuen Arbeiten knüpfen dort an, wo für mich die eigenen Malimpulse durch die Akademiezeit um 1968 herum an Bedeutung verloren und die Kunstvermittlung in der Schule als wichtigere Aufgabe in den Mittelpunkt rückten. Beides konnte ich nie miteinander verbinden. Anders war es mit dem Zeichnen, d. h. der Illustration und der Karikatur. Sie begleiteten mich permanent ja schon seit meiner Schulzeit und waren für mich ein begehrtes Kommunikationsmittel, auch wenn sie im Kanon der Künste und im Respekt eine Randstellung einnahmen. Siehe dazu: www.ulo-comics.de. Sicher ist die Distanz zwischen den heutigen Wohnorten vieler meiner ehemaligen Kolleginnen und Kollegen von der ESM und dem Ort Dießen für einen mal schnellen Besuch meiner Ausstellung zu groß. Aber man weiß ja nie ... Es würde mich freuen, falls jemand zu dieser Zeit in der Nähe verweilt und einen Besuch meiner Ausstellung einbauen könnte und außerdem würde ich mich überhaupt auf ein Wiedersehen freuen. Es kann aber auch ein virtueller Besuch über meine Homepage sein: www.ulrich-olschewski.de

Pressetext zur Ausstellung

„Zwischenräume“
Malerei – Neue Bilder
von Ulrich Olschewski
www.ulrich-olschewski.de

Dießener Taubenturm beim Marienmünster Vernissage: 26. Juni 2015 um 20 Uhr Einführung: Dr. Hajo Düchting Dauer der Ausstellung: am 27./28. Juni, 4./5. Juli und 11./12. Juli jeweils von 12-18 Uhr Angeregt durch die Technik der Drip-Paintings von Jackson Pollock entwickelte der Diessener Künstler und langjährige Kunstpädagoge Ulrich Olschewski eine Malweise, in der aus dem scheinbar absichtslosen Tröpfeln der Farbe figurative Szenen entstehen, die Ausdrucksformen für persönliche Empfindungen darstellen. Der Fluss der Farbe auf der Leinwand wird nach einem ersten tastenden Suchen so gelenkt, dass trotz der Auflösung fester gegenständlicher Begrenzungen sich figurative Formen herausbilden und zusammenhängende Bildszenen wiedergeben. Ihn interessieren Grundfragen des menschlichen Seins, die sich antagonistisch gegenüberstehen: Feindschaft und Freundschaft, Hass und Liebe, Rache und Gnade. Themen dazu findet Olschewski in der antiken Literatur wie der Ilias und der Odyssee von Homer. Diesen Gegensätzlichkeiten aus den literarischen Vorlagen entsprechen die Mischtechnik der Bilder sowie die Brüchigkeit in den figurativen Darstellungen. In einem aus geometrisch verzahnten Versatzstücken aufgebauten Rahmen, gleich einer buntfarbigen Bühne, entwickeln sich die zerfließenden, dunkel abhebenden Figuren zu einer emotional aufgeladenen Darstellung. Sie erscheinen in Zuständen zwischen Starrheit und Bewegung, Spannung und Entspannung und werfen dabei eines der Grundthemen der menschlichen Existenz auf: die Frage nach Eingrenzung und Freiheit. Dr. Hajo Düchting

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