Oaxaca und Escondido (Bericht - Teil 2)
Noch einmal Hallo, Ihr Lieben!

Am Pacific hat die Familie meiner Cousine ein Ferienhaus, in dem wir seit einer Woche wohnen dürfen. Auf dem Weg nach Puerto Escondido machten wir in Oaxaca, der Hauptstadt des gleichnamigen Landesteils, drei Tage Halt. Auch hier gibt es eine interessante Ausgrabung: Schon vor Christi Geburt hatten die Zapoteken einen 400 m hohen Berg, den Monte Alban, zu einem großen Plateau abgeflacht und mehrere Tempel errichtet (Bild 12). Im dazugehörigen Museum wird erklärt, dass die Zapoteken nicht nur den Schädeln eine andere Form gaben, sondern auch schon präzise Hirnoperationen durchführten, wie man am mittleren in Bild 13 sehen kann.
Die Köpfe (aus dem Museum des ehemaligen Dominikanerklosters auf dem nächsten Bild (14) haben uns einfach nur gut gefallen, vor allem der lachende in der Mitte.

Oaxaca ist eine sehr schön gelegene und bunte, lebendige Stadt. Auf dem Zocalo ist Tag und Nacht, Sonn- und Werktag etwas los (Bild 15). Während in Mexico City der farbige Eindruck vor allem von den bunten, oft leuchtend blauen oder stierblutfarbenen Fassaden kommt, sind es hier die vielen, meist fröhlichen Menschen und fahrenden Geschäfte.

Von Oaxaca nach Puerto Escondido sind es zwar nur 252 km, aber die Fahrzeit ist mit über 6 Stunden 20 Minuten angegeben. Der Grund: 220 km über die Berge hinauf und hinunter mit Tausenden von Kurven, Zehntausenden von plötzlich vor einem auftauchenden tiefen Schlaglöchern, weiten Strecken, wo kein Asphalt mehr da ist, und 360 „Topes“ (wir haben nicht selbst gezählt, sondern nur gehört, ein Tope ist eine Schikane oder eine Bodenwelle, die das Tempo auf Schrittgeschwindigkeit erzwingt), manchmal angekündigt, oft nicht. Fast eine Stunde lang kamen wir in die Wolken hinein und hatten dichtesten Nebel.

Aber nicht nur die Straße war unterhaltsam, sondern wir überholten immer wieder Ansammlungen von Fahrradfahrern, eingemummelt gegen die Sonne!, Begleitfahrzeuge, Lastwagen mit Blumen geschmückt und Autos mit bunten Aufbauten (Bild 16). Schließlich erfuhren wir, dass es Wallfahrer zur Virgen von Juquila sind, wo sie am nächsten Tag eintreffen würden. Wir wurden herzlich eingeladen zu einem großen Fest mit Feuerwerk, aber wir hatten genug vom Kurvenfahren und freuten uns auf Strand, Sonne und Ruhe. Puerto Escondido hat ganz verschiedenartige Strände und ist bekannt bei Surfern. Auf Bild 17 seht ihr unseren liebsten, während die Einheimischen sich am Sonntag zu Hauf zwischen Booten und direkt vor den Esstischen tummelten (Bild 18).

Durch Zufall erlebten wir an einem weiteren Strand die „Liberacion de Tortugas“. Ein Verein beobachtet, wo eine Schildkröte ihre Eier legt, gräbt sie aus und an einem sicheren Ort wieder ein, damit sie vor menschlichen und tierischen Räubern geschützt sind. Wenn die Jungen geschlüpft sind, dürfen Touristen und Einheimische die Schildkröten gegen Entgelt in einem Schälchen zu einer Linie hintragen und sie auf Kommando in den Sand setzen. Möven, die bald angeflogen kamen, werden mit Schreien und Wedeln vertrieben. So hofft man, dass mehr als die üblichen 2 Prozent überleben (Bild 19 und 20).

Bis übermorgen werden wir noch in diesem schönen Haus (Bild 21) bleiben und uns auf dem Dachgarten (Bild 22) vom Baden im warmen Meer erholen. Damit Ihr nicht allzu neidisch werdet: Zu unserem Strand geht es 157 Stufen hinunter und für Eckhart ist es oft zu heiß!
Dann fahren wir wieder über Acapulco zurück nach Mexico City und nach einer Woche dort geht es wieder in die Heimat!

Viele liebe Grüße

Im 1. Teil unseres Berichtes geht es um Oklahoma und Mexiko

Clothilde und Eckhart