Die "Försterlinge"
Ostergrüße aus Bali
Hallo, Ihr Lieben,

aus Bali, wo es absolut nichts Österliches gibt, senden wir Euch Ostergrüße und hoffen, dass Ihr ein freundliches Wetter habt. Wir sind erst seit einer Woche hier, aber es kommt uns schon viel länger vor, weil das Leben hier ein richtiges Kontrastprogramm zu unserem zweimonatigem Selbstversorgercampen in Australien ist. Wir stapfen zwar eigenfüßig viele hohe Stufen in Schluchten zu Tempeln und Wasserfällen hinunter und hinauf und fuhren zwei Tage mit dem Roller herum, aber ansonsten lassen wir uns chauffieren und mit Essen versorgen. Seit vier Tagen wohnen wir in Ubud, der größten Stadt im Zentrum, am Ende einer Straße, wo der ganze Clan von Eltern und erwachsenen Kindern lebt. Wir haben eines der vier Zimmer im Hinterhof, die eine der Töchter vermietet, die uns bestens mit Essen und ihrem Roller versorgt. Wenn die Männer nicht mit Touristen beschäftigt sind, schnitzen sie aus Holz liegende Hunde, in einem Nachbarhaus sind es Koalas.

Heute hat uns einer der Brüder den ganzen Tag herumgefahren auf Wegen, die wir mit unserem Navi bestimmt nicht gefunden hätten. Er bog sehr oft in schmale Seitenwege ein, um von den vielen parallelen Nord - Süd - Straßen, die durch tief eingeschnittene Flussläufe getrennt sind, von Ost nach West oder umgekehrt zu kommen. Wenn man außerhalb der vielen Dörfer, die sich kilometerweit entlang der Straße ziehen, gelangt, badet man in Grün, sei es im Dschungel mit hohen Bäumen oder in den zur Zeit richtig saftigen Reisterrassen.

Bali ist im Gegensatz zum übrigen Indonesien vorwiegend hinduistisch. Die Religion durchzieht das alltägliche Leben in beeindruckend positiver Weise. Nicht Ver- und Gebote bestimmen es, sondern liebevolles und dankbares Opfern mit Speisen und viel Blumen. Morgen, am Samstag nimmt uns unsere Vermieterin mit in eine Zeremonie im nahen Tempel. Ich werde von ihr dazu eingekleidet, Eckhart hat zur Besichtigung der Tempel auch schon einen Sarong bekommen. Von einem Tuch umfangen sind übrigens nicht nur die Köpfe der Männer und oft ihre Hüften, sondern auch viele Statuen und sogar die drei Phallus Figuren in einem Höhlentempel.

Noch einmal liebe Grüße senden Euch

Eckhart und Clothilde
Ein weiterer Bericht vom 24. April 2017

Hallo, Ihr Lieben,

da wir nach weiteren zwei Wochen Bali von dieser Insel und der kleinen Insel Gili Air begeistert sind, noch ein paar Bilder!

Zu den letzten drei Bildern aus einem hinduistischen Tempel: In Ubud erlebten wir eine Zeit mit vielen religiösen Feiertagen und heute hat unsere Gastfamilie uns mit zu einer dreistündigen Zeremonie mit einem Orchester, Theater, Gebet und einem Umzug drei Mal rund um den Tempel eingeladen. Bei der Prozession wurden nicht nur die geweihten Speisen in großen Körben auf dem Kopf mitgeführt, sondern auch zwei Rinder und eine Ziege. Hühner und eine Gans, eine Schildkröte und sogar ein Schwein wurden getragen.

Damit verabschieden wir uns aus Bali und freuen uns auf die Heimat.

Liebe Grüße

Eckhart und Clothilde