Das Klima und wir
Marianne Müller

Bitte die Fotos anklicken und scrollen, um sie vollständig anzuzeigen.


Nächstes Jahr findet unser Ehemaligentreffen in Nizza statt - wie schön! Und was hat dieses Treffen mit unserem Thema zu tun? Leider eine ganze Menge…. Zum Beispiel: Wie kommen wir nach Nizza? Da fiel mir das Treffen 2010 in Norfolk ein. Susanne und John sei nochmal herzlich gedankt für die schönen Tage. Wir waren alle per Flugzeug oder Auto angereist – mit Ausnahme der Niederländer: Sie kamen mit dem Fahrrad, der Fähre und der Eisenbahn - großartig! (Foto 1) Im Nachhinein kann ich unsere niederländischen KollegenInnen nur bewundern. Sie waren ihrer Zeit voraus!

Zum Klimawandel hört und liest man viel, wir hier Alpenrand erleben ihn bereits besonders dramatisch; denn im alpinen Raum schreitet er doppelt so schnell voran wie anderswo. In den Bergen taut und tröpfelt es, die Gletscher schmelzen. Steinschlag, Murenabgänge und Lawinengefahr nehmen zu. Die Gletscher der Zugspitze, Höllentalferner und vor allem nördlicher und südlicher Schneeferner sind seit Anfang des 20. Jahrhunderts mehr als zur Hälfte abgeschmolzen; der Schneeferner wird seit einigen Jahren mit Plastikplanen abgedeckt; das soll die Gletscherschmelze an der Zugspitze bremsen (Foto 2).

Wetterextreme nehmen zu – ist das das neue „Normal“? Wir hatten am Alpenrand letzten Winter extreme Schneefälle (Foto 3) und im letzten Sommer zu wenig Niederschläge und wenn, dann in Form von sintflutartigem Regen. Da das Wasser nicht mehr vom Boden aufgenommen werden kann, kommt es zu Erosion. Der Klimawandel ist nicht nur wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen, sondern inzwischen unmittelbar zu erleben.

Wir müssen aber nicht hilf- und tatenlos zuschauen, die junge Generation macht es uns vor. Am 20.September diesen Jahres machten auch wir mit: Am Königsplatz in München fand eine große Demo statt: „Fridays for Future“ (Foto 4), ca. 30.000 Menschen nahmen daran teil. Diese weltweiten Aktionen sind dringend notwendig – einerseits um die Regierenden endlich zu verantwortungsvollem Handeln zu bewegen, aber auch um jeden einzelnen von uns für ein umweltschonendes Verhalten zu gewinnen.

Marianne Müller