Mariannes 80. Geburtstag

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Es ist schwer zu glauben: Marianne Müller, die so lange Jahre "Motor" und Sprecherin der Gruppe der Ehemaligen war, wurde am 5. Juni 80 Jahre alt. Gefeiert wurde dies am 8. Juni auf der Glentleiten, dem wunderschönen Freilichtmuseum unweit des Kochelsees.

Unter den zahlreichen Gästen aus der Familie und dem Freundeskreis waren auch einige von uns, die sich mit Freude an dem bunten Festprogramm beteiligten. In einem bunten Kaleidoskop aus Bildern, Worten und Musik wurde uns Mariannes Lebenslauf vorgestellt. Besonders eindrucksvoll war das Gedicht (s.u.), das Prof. Martin Doehlemann, ein Schulfreund Helmuts, verfasst hat.

Erik van Slooten und Jos de Wit ließen aus diesem besonderen Anlass auch das ESM-Kabarett noch einmal auferstehen, das ehemals fester Bestandteil unserer Schulfeste war. Der Text mit entsprechenden Illustrationen findet sich
hier.

Bemerkenswert waren auch die musikalischen Beiträge: Mariannes Tochter Steffi am Piano, ein lokaler Chor und nicht zuletzt die Band, in der Martin Doehlemann (Kontrabass) und Helmut (Klavier) eine wichtige Rolle spielen.

Natürlich wurde Marianne, - so wie wir sie kennen - gebührend gewürdigt, u.a. von ihren Enkeln und ihren Töchtern. - Auch das leibliche Wohl kam nicht zu kurz: Ein Buffet mit regionalen Köstlichkeiten wartete auf die Gäste. Wie gut, dass das Museum auch eine eigene Brauerei besitzt!

Nachträglich wurde Marianne als Dankeschön für all ihre Arbeit als Sprecherin der Ehemaligen ein Geschenkkorb überreicht. Mehr dazu findet sich im
Blog,

Kurzum: Es war eine Geburtstagsfeier wie aus dem Bilderbuch! - Und nicht zu vergessen: Wir alle gratulieren Marianne sehr herzlich und wünschen ihr für die kommenden Jahre ungebrochene Lebensfreude.

Jürgen Kirchner

Die Fotos stellte Manfred Schmierl zur Verfügung

Für Marianne zum 80. Geburtstag am 5. Juni 2019
- Auszug -


Geburtstage, die hoch sich runden,
werden als zwiespältig empfunden;
denn einerseits fühl'n wir uns festlich
und freu'n uns: Schön lang leben lässt's sich
und froh. Doch andrerseits hat's eiligst
die Zeit- und ich und du beteiligst
dich still an deren Raserei:
Kaum ist was da, ist's schon vorbei.

Wir sind vom Gott, der Chronos heißt,
ganz chronometrisch eingekreist.
Der Zeitgott schätzt als Zeitvertreib
- und das trifft schmerzlich Mann und Weib -,
die Zeit so eilig zu vertreiben
ganz unentwegt. Nichts kann so bleiben,
so wie es war: Es ist nicht mehr.
Der Zeitgott treibt uns vor sich her
und leider muss er nie verschnaufen
und chillend mal ein Weißbier saufen.
Uns vor dem Burschen zu verstecken
in zeitlos stillen Weltenecken
gelingt nicht - und erstrebenswert
wär' das auch nicht, denn lebenswert
ist unser Leben, weil's sich ändert:
vom grünen Frühling, blau umbändert,
zum weißen Winter, kälteklirrend.

Das Tempo, ja, das ist verwirrend,
mit dem die Zeit uns mit sich führt.
Wofür ihr dennoch Dank gebührt.
Warum? Ein prall gefülltes Leben
kann's ohne Zeitverlust nicht geben.
Denn wäre alles zeitlos statisch,
dann wären wir bestimmt apathisch
und schätzten nur das Stete immer
und hätten keinen blassen Schimmer
von Neuheit und von Genesis
weltweit und in Großweil - und dies
ist förderlich für Herz und Geist
- und solches alles, das beweist,
dass es den Zeitgott Chronos freut,
wenn seine Unbeständigkeit
uns schöpferische Zukunft schafft
dank Menschenkindergeisteskraft.

Martin Doehlemann