Besuch bei Yv. Heumann

(JK) In diesem Monat war ich zweimal in Brüssel, das zum Glück nur gut zwei Autostunden von uns entfernt liegt. Der Anlass für den ersten Besuch war leider ein trauriger. Mein langjähriger Kollege und Freund Frederik Ral war im hohen Alter von 96 Jahren verstorben. Auch einige Ex-Münchner kannten Frederik, diesen geradlinigen und verlässlichen Mann: Er war zunächst Lehrer in Luxemburg, später Haupterziehungsberater in Bergen und schließlich Direktor für den Kindergarten und die Grundschule in Mol. Mir war es wichtig, an der Trauerfeier für Frederik teilzunehmen.

Gestern dagegen konnte ich endlich
Yvon Heumann besuchen. Gerne hätte ich mit ihm Ende Januar seinen 90. Geburtstag gefeiert. Covid-19 und die damit verbundenen Einschränkungen machten dies leider unmöglich. Diesmal konnten wir einige schöne Stunden in einem Restaurant verbringen und uns Anekdoten aus vergangenen Zeiten erzählen. Eine besondere Freude für Yvon, ein wahres "Leckermäulchen", war sicherlich der Kuchen eines bekannten Konditors, der in Mönchengladbach seinen Hauptsitz hat.

Bemerkenswert ist, über welche geistige Frische Yvon Heumann - trotz seines hohen Alters - nach wie vor verfügt. In seinen Erinnerungen haben die Jahre an der ESM einen besonderen Platz. Er betont immer wieder, wie glücklich er dort gewesen ist.

Zwischenstand

Jos de Wit hatte - gemeinsam mit Susanne - angeregt, für die jährlichen Gebühren des Providers unserer Website einen Beitrag zu leisten. Über das Ergebnis ist er begeistert:

Ich habe noch nie mit solcher Freude einen Beitrag für die Site geschrieben. Es ist ein Zwischenstand nach dem Aufruf, dafür zu sorgen, dass die Website weiter betrieben werden kann. Ich sage bewusst Zwischenstand, denn es gibt bestimmt noch Ehemalige, die vorhaben, zu überweisen und dies bestimmt noch später erledigen werden. So war es doch früher auch in der Schule: Immer die gleichen Kollegen fingen später mit dem Unterricht an und hörten als Kompensation auch etwas früher auf.

Aber der Zwischenstand ist erstaunlich. Ich kann mir gut vorstellen, dass Jürgen K. * (siehe unten) sich das Ergebnis stolz anguckt. Alle Mühe ist doch nicht umsonst gewesen und wird von vielen geschätzt. Denn nicht weniger als 22 Ehemalige haben insgesamt € 415 überwiesen!
Allen vielen Dank, und wenn ich mir das so ansehe, ist der Wunsch, dass wir einander mal wieder treffen, (noch) größer geworden.

Jos
PS  *) wegen "Privacy" ist der Name nicht geändert worden.

Cottage Gardens

Susanne und John Mason sind in den Südwesten Englands gefahren. Viele Deutsche kennen diese zauberhaften Landschaften von den Rosamunde Pilcher Verfilmungen. Schwerpunkt des Reiseberichtes sind die wundervollen Gärten, die es so wohl nur im Land der "Grünen Daumen" gibt.

Spendenaufruf

Bald ist der jährliche Beitrag für das Hosting unserer Website fällig. Da wegen der ausgefallenen Treffen die Kasse leer ist, bitten Susanne und Jos um freiwillige Beiträge:

Liebe Ehemaligen-Freunde,

Wir hoffen sehr, es geht euch allen gut in diesen schwierigen Zeiten. - Nachdem unser Nizza-Treffen leider storniert werden musste, kann es wohl sein, dass auch 2022 wegen Corona ein Treffen schwierig werden könnte.
 
Umso wichtiger, dass wir zumindest über unsere von Jürgen Kirchner so gut betreute Website in Kontakt bleiben. Neue Erfahrungsbeiträge von euch sind immer willkommen und erwünscht!
 
Unsere Kasse ist nun leider so gut wie leer, und wir brauchen etwas Geld, um die Website weiter laufen zu lassen.  Ein kleiner Beitrag von jedem von euch von 15 Euro wäre schon sehr hilfreich, um die Kasse aufzufrischen. Bitte wendet euch per
e-Mail an Jos, um die Kontodaten zu erfahren, auf die überwiesen werden sollte.

Habt vielen Dank, und hoffentlich auf ein baldiges Wiedersehen!

Susanne

P.S: Bitte auf den Mail-Link klicken!

Corona-Stauden-Therapie

Jos mit seinen fleißigen Beiträgen hat den Anstoß dazu gegeben, auch mal wieder selbst zur "digitalen Feder" zu greifen. In diese besondere Zeit passt m.E. mein Projekt Staudenbeet

Erinnerungen

Indonesien ist für Jos de Wit eine Art Wundertüte: Und so lässt er uns immer wieder teilhaben an den wundersamen Erlebnissen, die er bei seinen regelmäßigen Besuchen dort hatte. Diesmal geht es um das Frankieren von Postkarten. Klingt banal? Na, dann lasst Euch mal überraschen!

Shakespeare ein Sizilianer?

Liebe Ehemalige,
seid alle herzlichst begrüßt. Ich hoffe, dass es Euch allen gut geht.

In Selinunt waren wir heuer schon im Juli und haben Meer und Sonne genossen. Jetzt sind wir wieder in Meran und beim Stöbern habe ich jetzt in einigen sizilianischen Webseiten eine aufsehenerregende Entdeckung gemacht. Bin gespannt, was Ihr davon haltet, vor allem auf die Reaktion der britischen Kollegen bin ich neugierig. Ich wünsche Euch eine gute Zeit,

Rosmarie Schahall

War Shakespeare ein Sizilianer?

Stammte Shakespeare nicht aus England, war er vielleicht gar ein Sizilianer? Wegen der dürftigen Lebensdaten von William Shakespeare schuf sich jede Epoche ihren eigenen Shakespeare. So entstand in Sizilien die aufsehenerregende Hypothese, dass er mit dem Namen Michelangelo Florio in Messina geboren wurde. Als Sprössling von zwei hoch angesehenen Familien, den „Florio“ väterlicherseits, und den „Scrollalanza“ mütterlicherseits. Der später angenommene Nachname ist möglicherweise eine Anpassung an den Namen seiner Mutter (shake- scrolla und spear- lancia). Nach dieser Theorie sei die Messineser Familie vor der sizilianischen Inquisition geflüchtet, zuerst ins Veneto und später nach England.

Mit dieser Herkunft könnte sich die Verortung in Italien der Shakespeare-Werke in Messina ("Viel Lärm um nichts"), Venedig ("Othello") und Verona ("Romeo und Julia") erklären. Die Orte werden in den Werken überraschend genau beschrieben.

Außerdem wird schon seit längerer Zeit vermutet, dass er mit dem bekannten englischen zeitgenössischen Dramaturg John Florio verwandt gewesen sein könnte und mit ihm bei der Erstellung wichtiger Werke zusammengearbeitet haben könnte.

Wieso erscheint sein Name nicht in den Schulregistern von Stratford-upon-Avon und wieso ist er nicht im Londoner Club eingeschrieben, bei dem er höchstwahrscheinlich Mitglied war? Wieso taucht dort hingegen der Name Michelangelo Florio auf? Die Theorie existiert, aber kann sie stimmen? Wie hätte er, wenn das alles stimmen würde, als Messineser zu einem solchen überragenden Virtuosen der englischen Sprache werden können? Ist dies nur eine romantische Spekulation? Oder mit seinen Worten macht man wieder einmal „Viel Lärm um nichts“?

Quellen: Webseiten „palermo viva.it“ und „balarm.it“


Notschrei

Jos de Wit - Notschrei (von Jürgen)

Ich fand es früher oft nicht schwer, ein bisschen Unsinn aufzuschreiben und an Jürgen zu schicken. Der nannte diesen Unsinn dann freundlicherweise einen Beitrag. Und nun fleht er fast um neue Beiträge, aber mir fällt nichts mehr ein. Ich könnte über die Tatsache schreiben, dass die deutsche Mannschaft bei der Fußball-EM weniger schlecht war als die niederländische. Immerhin war sie 48 Stunden länger dabei. Auch war ich nach einem Jahr endlich mal wieder in Holland. Aber darüber etwas schreiben…

Ich erinnere mich an meine Schulzeit, wo wir in Muttersprache immer Aufsätze schreiben und immer zwischen verschiedenen Themen wählen mussten, mit denen ich nichts anfangen konnte. Ich weiß noch, dass ich für das Abitur wochenlang die aktuellen Ereignisse verfolgte, aber für die Aufsätze war die Mühe leider vergeblich. Seit ich für das BAC in der Europäischen Schule Vorschläge einreichen musste, weiß ich, dass Aktualität nie in Frage kommen konnte: Die Vorschläge mussten schon am Anfang des Schuljahres eingereicht werden.

Aber wie machen es die Journalisten, die jede Woche oder sogar jeden Tag einen Artikel schreiben müssen? Ich habe mal die letzten fünf Artikel in dem (niederländischen) Wochenblatt, das ich bekomme, herausgesucht
:
  • Oh nein, die Brettspiele kommen wieder zum Vorschein
  • Ist Feiern ein Recht für die Jugend?
  • Die Wichtigkeit deiner Vornamen
  • Neue Prüderie, ich sehe es gerne
  • Denk mal nach, bevor du etwas verzapfst

Kein System ist erkennbar! Aber dann könnte ich auch mal über das Liebesleben der Drosophila nach der zweiten Impfung mit AstraZeneca schreiben - oder: Warum bei älteren Männern beim Weitpinkeln nur negative Ergebnisse zustande kommen? Was ich allerdings nicht verstehe, ist, dass fast alle Artikel für die Website der Ehemaligen der Europäische Schule München von Ehemaligen mit einem naturwissenschaftlichen Hintergrund verfasst werden. Also werde ich darüber bestimmt nicht schreiben…

Jos de Wit

Jürgen Kirchner 80

Marianne Müller hat an meinen Geburtstag gedacht und schreibt:


JK_80_Portr


Unser Jürgen wird 80

Wer hätte das gedacht, bei seinem jugendlichen Aussehen! Wir denken an diesem Tag besonders an Dich, lieber Jürgen, und gratulieren Dir von Herzen. Mögen Dir noch viele Jahre mit guter Gesundheit beschert sein.

Wir Ehemaligen verdanken Dir sehr viel: Hast Du Dich doch all die Jahre um uns gekümmert. Du hast Die Website mit immer neuen Beiträgen und Fotos attraktiv gestaltet. Eine wunderschöne Geburtstagsfeier wünschen Dir
 
Deine ehemaligen Kollegen und Kolleginnen




JK_80_Blumen


(JK) Nun ist der Geburtstag schon wieder vorbei und ich möchte mich für die guten Wünsche herzlich bedanken.

Hommage à Jean-Marie

Hélène Lazzaro schrieb: "J'ai reçu hier de Florence Adam cet hommage, que je trouve très juste et bien écrit, à Jean Marie. Il avait été écrit par un certain "Giovanni"  (lui aussi décédé, avant Jean Marie ), membre de la chorale du comité de jumelage fondée par Jean-Marie."

Jean Marie Adam, chef de chœur du groupe vocal « Comité de Jumelage » nous a quittés le 2 avril 2020. Témoignage que nous partageons et auquel nous nous associons.

Le Maestro nous a quittés

Nous l’avons connu seulement sous ce titre, au soir d’une vie d’une grande richesse. Dans plusieurs pays (Royaume-Uni, Brésil, Italie, Allemagne) il avait formé des milliers de jeunes en leur apprenant à apprécier les finesses de la littérature française et à faire vivre cette littérature comme acteur de théâtre.

Avec ses yeux bleus et son sourire accueillant, il devait être un professeur très sympathique. Il devait être aussi estimé par ses pairs puisque, pendant plusieurs années, ils l’ont tiré de sa retraite pour l’avoir comme compagnon aux épreuves du bac.

Partout où ils ont résidé, lui et son épouse se sont fait des amies et amis parce qu’ils étaient ouverts à tout et à tous.

C’est ce qu’il a fait avec nous comme Maestro. Certes, il aimait la musique, il était doué et jouait de plusieurs instruments, mais son bonheur était le chant, pour lui synonyme de fête et de réjouissance. Plusieurs fois il est parti sur les chemins de Compostelle, il chantait avec les pèlerins qu’il rencontrait sur sa route et entonnait l’Ave Maria dans la première église rencontrée.

Il a créé la Chorale du Comité du jumelage. Il est difficile de dire tout ce que la chorale signifiait pour lui. Grâce à lui, la chorale était devenue le cœur du jumelage, l’endroit où les gens pouvaient unir leurs voix et finissaient par unir aussi leur esprit.

La Chorale était la voix du Comité, une voix qui faisait résonner l’amitié européenne, non seulement le 9 mai à Castelnau, mais aussi avec nos partenaires du jumelage. Il a d’ailleurs toujours voulu que l’on chante aussi en italien et en allemand, par délicatesse et par respect de l’autre

Chacun de nous peut ressentir tout ce que la Chorale et le Maestro lui ont apporté.
Jean-Marie, merci.

Giovanni

Merci à Giovanni de ce témoignage. Témoignage très émouvant, Giovanni nous a quitté le 19 novembre 2019 à Bruxelles; lui aussi de sa très belle voix a participé au plaisir de chanter ensemble.


Das Foto erschien in der Zeitschrift MIDI LIBRE. Ein Kinderchor unter der Leitung Jean-Marie's singt die Europa-Hymne auf F, D und I

Chor_JM

Begegnung im Hilton

Erik van Slooten erinnerte sich an eine unerwartete Begegnung mit Yvon Heumann im Hilton Hotel in München:

Vor vielen Jahren, als Yvon Heumann noch unser Direktor war, erzählte er mir, dass er von einem niederländischen Vater einer Schülerin der International School in Starnberg angerufen wurde. Das Mädchen, Caroline, und ihre niederländische Freundin wollten gerne für ihr Abitur das Fach Niederländisch wählen, aber es gab in der International School keinen Lehrer für Niederländisch. Herr Heumann fragte mich, ob ich bereit wäre, diese beiden Mädchen auf das Abitur in Niederländisch vorzubereiten. Ich habe zugestimmt, vor allem, um damit Herrn Heumann eine Freude zu machen. Also habe ich einige Wochen diese beiden Mädchen unterrichtet. Der Unterricht fand statt im höchsten Stockwerk des Hilton Hotels am Tucherpark, denn Carolines Vater war Direktor aller Hilton Hotels in Deutschland, und die Familie hatte ein Appartement im höchsten Stockwerk, mit einem wunderbaren Panorama über die ganze Stadt.

An einem Samstag empfingen mich die beiden Mädchen in wunderbaren Abendkleidern, denn die Beiden mussten direkt nach dem Unterricht zu einer Party. Die Mädels sahen wirklich umwerfend schön aus! Okay, ich machte den Unterricht so gut wie möglich und nachher bot Caroline ihrer Freundin und mir ein Lunch unten im Hilton-Restaurant an. Es gab einen reservierten Tisch direkt neben einem Teich mit Flamingos. Das Menu  wurde serviert, und ich ließ es mir gut schmecken.

Was passierte? Während wir dort lunchten, kam Yvon Heumann ins Restaurant. Als Junggeselle und Gourmand suchte er sich jeden Samstag in München ein gutes Restaurant aus. Er setzte sich an einen Tisch in einer anderen Ecke und hatte uns noch nicht bemerkt. Aber nachdem er sein Menu bestellt hatte, schaute er sich das Restaurant an und als er uns bemerkte, konnte ich die totale Verwunderung von seinem Gesicht ablesen: "Van Slooten hier, mit zwei sehr schönen jungen Frauen???!!!"

Ich erzählte den Mädels, was gerade passierte und die vernünftige Caroline sagte: "Am besten gehen Sie zu Ihrem Direktor und erklären ihm die Lage, Herr van Slooten." Das habe ich getan. Yvon musste herzlich lachen und fand die ganze Lage köstlich.

Am Montag sprachen Yvon und ich noch kurz darüber und lachten erneut herzlichst.

STOA 169

In Bayern tut sich was - nicht nur im politischen Sinne! In Polling, im sog. Pfaffenwinkel, ist eine interessante Ausstellung entstanden: die STOA 169. Pfaffenwinkel? Damit wird eine Region in Südbayern bezeichnet, die zwischen den Flüssen Lech und Loisach liegt. Der volkstümliche Begriff geht auf die lateinische Bezeichnung Angeli Monachorum (Ecke der Mönche) zurück.

Marianne Müller hat einen interessanten Artikel über die STOA 169 geschrieben und mit anschaulichen Bildern illustriert. Schön, dass es - trotz Covid-19 - möglich war, die Ausstellung zu besuchen.

Präpositionen

Jos de Wit berichtet in seinem aktuellen Beitrag über seinen täglichen Kampf mit den Tücken der deutschen Sprache. Es muss hart für ihn sein zu sehen, wie seine siebenjährige Enkelin all die Probleme mühelos bewältigt…

(JK) Und noch eine Bitte: Unser neues Projekt wartet auf frische Beiträge. Covid-19 hat ja immerhin (mindestens) ein Gutes: Mehr Zeit zum Schreiben…

Frohe Ostern

Covid-19 hat immer noch unser Leben ziemlich auf den Kopf gestellt. Vielerorts herrschen Einschränkungen, die nicht nur Urlaubswünsche, sondern auch den Alltag betreffen. Hinzu kommt eine zusätzliche Gefährdung durch Mutanten des Virus. Immerhin gibt es Licht am Ende des Tunnels: Manche von uns sind bereits geimpft, bei anderen steht dies kurz bevor.

Die Tage werden wieder länger, die Natur erwacht und derzeit scheint die Sonne in weiten Teilen Europas von einem wolkenlosen Himmel. Es gibt also durchaus auch Gründe, sich zu freuen. In diesem Sinne wünschen wir allen:

Frohe Ostern - Happy Easter - Joyeuses Pâques - Buona pasqua - Vrolijk Pasen - Schéin Ouschteren

Osterwünsche kommen auch von Frau Schnabel: Schöne Ostern - trotz aller pandemischen Einschränkungen aus dem sonnigen Freiburg von B. Schnabel (Bucherer)


Kamelien_2103


Liebe Ehemalige,

aus dem Blauen Land senden wir Euch herzliche Frühlingsgrüße und wünschen frohe Ostertage! Bon courage, lasst Euch nicht unterkriegen!

Marianne und Helmut"


Ann Goosey ♱

(JK) Die Kette der traurigen Nachrichten reißt leider nicht ab: Gestern teilte Richard Goosey mit, dass seine Frau Ann im Alter von 82 Jahren verstorben sei. Ann war in letzter Zeit pflegebedürftig. In einem "Nursing Home" ist sie dann friedlich eingeschlafen.

An der ESM war Ann Goosey in erster Linie für das
Remedial Teaching in der englischen Sprachabteilung zuständig. Während meiner Dienstzeit von 1985 bis 1994 wurde das Projekt meines Kollegen Aidan Smith von der ES Brüssel I auch bei uns umgesetzt. Jede Sprachabteilung erhielt eine qualifizierte Lehrkraft, um Kinder mit besonderen Bedürfnissen zu betreuen.

Ann war mit ihrer zurückgenommenen, einfühlsamen Art sicherlich besonders für diese Aufgabe geeignet. Ich erinnere mich, dass sie durchaus beharrlich dafür eintrat, die Bedingungen für das Remedial Teaching zu verbessern. Das Projekt wurde später noch erweitert, als wir begannen, auch Kinder mit körperlichen und geistigen Einschränkungen aufzunehmen.

Unsere
herzliche Anteilnahme gilt Richard, einem langjährigen Kollegen seit den Jahren an der ES Luxemburg, und allen, die um Ann Goosey trauern.

Auf diesem Fotos des Kollegiums der Grundschule ist Ann Goosey in der hinteren Reihe die Dritte von links.


Koll_GS

Hanno Weber ♱

Über Kurt Bussweiler erreichte uns die Nachricht, dass Hanno Weber tot ist. Kurt schreibt: "Hanno kam aus Bremerhaven, dorthin kehrte er auch wieder nach seinen neun Jahren in München (1981 bis 1990) zurück. Hanno unterrichtete Biologie und Chemie und war im Kollegium stets engagiert und leicht zu begeistern. Unvergessen sind seine Verdienste um die Versorgung des Kollegiums mit Fisch, seine Leidenschaft im Lehrersport und der leicht tänzelnde Gang in Holzschuhen. Hanno wurde am 4.6.1949 geboren und starb am 21.2.2021 nach längerer Krankheit."

Schwere Wörter

Verwandte Sprachen erleichtern zwar die wechselseitige Kommunikation, führen aber nicht selten auch zu mal peinlichen, mal lustigen Missverständnissen. Ich weiß das aus eigener Erfahrung: Mein Heimatort liegt unmittelbar an der deutsch-niederländischen Grenze. Und das regionale "Platt" ähnelt stark dem Dialekt in der angrenzenden Provinz Zuid Limburg. Beispiele gefällig? Sagt man bei uns "Das Geld wird knapp", bedeutet es auf Niederländisch "Het geld raakt op". Sagt man jenseits der Grenze "Het meisje is knap" meint man allerdings "Das Mädchen ist hübsch".

Jos de Wit hat zu diesem Thema wieder einen seiner launigen Artikel "Schwere Wörter" beigesteuert. Er beginnt mit seinen Erfahrungen im eigenen Deutschunterricht und endet mit seiner Tätigkeit als Mathe-Lehrer an der ESM.

(K)ein Ehemaliger

Eine überraschende Nachricht erreichte uns von Herrn Erich Herbst, der weder Lehrer noch Schüler der ESM war, diese aber über 20 Jahre baulich betreute:

Über zwanzig Jahre ESM

Ich gehöre nicht zur Europäischen Schule München, war weder Schüler noch Lehrer noch in anderer Art und Weise Angehöriger der ESM. Und dennoch hat sie beinahe mein halbes Berufsleben bestimmt. Angesichts dieses Zwiespalts bin ich unsicher ob ich hier überhaupt willkommen bin mit meinem Beitrag.

Ende 1999 fand meine erste Begegnung mit der Europäischen Schule München statt, damals war Tom Høyem Direktor. Dieser wurde bald darauf von John Peryer abgelöst der bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand einer meiner wichtigsten Ansprechpartner an der ESM war. Auch Rudolph Ensing begleitete meine „Schulzeit“, ebenso wie sein aktueller Nachfolger Anton Hrovath.

Damals schon drohte die Schule aus allen Nähten zu platzen. Ein erstes provisorisches Unterrichtsgebäude mit drei Klassenzimmern für die Grundschule war bereits 1998 errichtet und im Beisein des ehemaligen Bundesfinanzministers Theo Waigel eingeweiht worden. Mit der sich ankündigenden EU-Osterweiterung war mittelfristig mit einer deutlichen Aufgabensteigerung im Europäischen Patentamt auch ein weiteres Ansteigen der Schülerzahlen zu erwarten. Deshalb drängten Schulleitung und das Europäische Patentamt darauf, die im Bebauungsplan des 1979 bis 1981 errichteten Schulgeländes bereits vorgesehenen Erweiterungen zu realisieren.

Die Bundesrepublik Deutschland, vertraglich verpflichtet zur Errichtung und Unterhaltung des Schulgeländes und der baulichen Anlagen, befand sich schon in Verhandlungen und planerischen Vorbereitungen über Raumbedarf und Finanzierung der neuen Gebäude. Die bauliche Umsetzung, insbesondere deren Koordinierung und Projektleitung, hatte die BRD, wie bei allen Baumaßnahmen des Bundes in Bayern, der Bayerischen Staatsbauverwaltung übertragen. Dort war ich bereits seit erfolgreichem Abschluss meines Studiums als Bauingenieur im September 1979 als Projektbearbeiter, -leiter und –manager für große Bauaufgaben der Bundeswehr und Wohngebäude der Bundesvermögensverwaltung (heute Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) in Stadt und Landkreis München tätig.

Als nach erfolgreichem Abschluss meines zuletzt betreuten Neubauprojekts, einem Institutsgebäude der Bundeswehr in Garching-Hochbrück, der bis dato zuständige Kollege Ende 1999 in Ruhestand ging, wurde mir die Betreuung der Liegenschaft Europäische Schule München übertragen. Diese hatte ich bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand Ende Januar 2020 inne und durfte seither mit zahlreichen Partnern verschiedenster Institutionen und tatkräftiger Unterstützung etlicher Kolleginnen und Kollegen gemeinsame Bauaufgaben zur Realisierung bringen.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich nicht in jedem Detail zufrieden mit den Ergebnissen meiner „schulischen Tätigkeit“ bin. Aber ich bin stolz darauf, was ich in diesen mehr als 20 Jahren für die Europäische Schule München mit bewerkstelligen durfte. So gesehen fühle ich mich in gewisser Weise auch als Ehemaliger und würde mich freuen, von Ihnen auch als solcher gesehen zu werden.

Erich_Herbst

Alter Kanal

Auch Christine Muck hat Wort gehalten und uns einen interessanten Beitrag zugesandt. Er handelt vom historischen Vorläufer des Main-Donau-Kanals, dem Ludwig-Donau-Main-Kanal. Damals diente er dem Transport von Waren, heute ist er ein beliebtes Ziel für Ausflügler.

Corona im Kampong

Covid-19 hat eine wahre Pandemie ausgelöst. Jos de Wit hat über seine Schwester nach wie vor eine besondere Beziehung zu Indonesien. In seinem jüngsten Beitrag beschreibt er, wie Corona das Leben in einem indonesischen Kampong verändert hat.

Ein kleines Dorf...

Eigentlich hatte Marianne Müller für den November einen Beitrag über die vorweihnachtlichen Bräuche im Blauen Land angekündigt. Wie bei so Vielem hat auch hier Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht: Alle Weihnachtsmärkte und Veranstaltungen mussten abgesagt werden.

Marianne hat stattdessen einen interessanten Bericht über das neue
Schachtkraftwerk an der Loisach geschrieben. Neben dem Freilichtmuseum Glentleiten hat Großweil, Mariannes Wohnort, nun noch eine weitere Attraktion, die (bislang) weltweit einmalig ist.

Ballonfahrt

Jeder kennt die Oper "Der fliegende Holländer" von Richard Wagner. Von einem schwebenden Holländer erzählt hingegen Jos de Wit. Die Geschichte von der Ballonfahrt ist sozusagen die spannende Fortsetzung des Beitrags "Geburtstagsgeschenk".

Neuland (Almere)

Früher als erwartet hat Chris van de Runstraat seinen Beitrag "Neuland" über die neue Stadt Almere zugesandt. Almere ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Kunst der Niederländer, dem Meer Land abzugewinnen und so Raum für die Menschen zu schaffen.

Geburtstagsgeschenk

Jos de Wit gehört zu den treuesten Schreibern unter uns. Diesmal berichtet er von einem Geburtstagsgeschenk der besonderen Art, zugleich aber auch von der verpassten Chance, einmal im Leben ein IKARUS zu sein.

Neue Beiträge

Aus aktuellem Anlass schreibe ich über "Ende Gelände - Streit um die Braunkohleförderung". Die Energiewende betrifft uns alle. Am Beispiel der Braunkohlenutzung möchte ich aufzeigen, mit welchen Umbrüchen dies im konkreten Fall verbunden ist. Am letzten Septemberwochenende demonstrierten wieder 3.000 Menschen gegen den Abriss weiterer Dörfer und die Umweltschäden durch das Verfeuern der Braunkohle im Rheinischen Revier.

Chris van de Runstraat kündigte einen Artikel über
Almere, eine neue Stadt auf dem südlichen Teil des Flevoland-Polders, an. Almere ist die am stärksten wachsende Gemeinde in den Niederlanden. Radfahrer genießen absolute Priorität gegenüber dem Autoverkehr. - Marianne wird im Dezember einen Bericht über "Advent im Blauen Land", also im Werdenfelser Land bei Garmisch Partenkirchen, beisteuern.