January 2021

Ein herzliches Dankeschön

(JK) Yvon Heumann bedankt sich sehr herzlich für die guten Wünsche, die ihn anlässlich seines 90. Geburtstages erreicht haben. Er würde gerne jedem persönlich danken, sieht sich dazu aber nicht mehr in der Lage. Ausdrücklich aber sagt er, dass ihm die Briefe und Nachrichten sehr gut getan haben.

Leider war es auch nicht möglich, ihn - wie geplant - an seinem Geburtstag zu besuchen. Belgien hat vor wenigen Tagen private Reisen strikt untersagt. Und auch zwei Anfragen bei der belgischen Botschaft, eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen, blieben erfolglos. Sobald wieder halbwegs "normale" Zeiten anbrechen, werde ich den Besuch nachholen.

Immerhin ist eine kleine Überraschung gelungen: Herr Heumann liebt Kuchen der Konditorei Heinemann (u.a. Mönchengladbach, Düsseldorf, München) über alles. Und eine freundliche Mitarbeiterin von Heinemann war bereit, ihm eine Portion Herrentorte zuzusenden, die auch tatsächlich am Geburtstag unversehrt eintraf.

(K)ein Ehemaliger

Eine überraschende Nachricht erreichte uns von Herrn Erich Herbst, der weder Lehrer noch Schüler der ESM war, diese aber über 20 Jahre baulich betreute:

Über zwanzig Jahre ESM

Ich gehöre nicht zur Europäischen Schule München, war weder Schüler noch Lehrer noch in anderer Art und Weise Angehöriger der ESM. Und dennoch hat sie beinahe mein halbes Berufsleben bestimmt. Angesichts dieses Zwiespalts bin ich unsicher ob ich hier überhaupt willkommen bin mit meinem Beitrag.

Ende 1999 fand meine erste Begegnung mit der Europäischen Schule München statt, damals war Tom Høyem Direktor. Dieser wurde bald darauf von John Peryer abgelöst der bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand einer meiner wichtigsten Ansprechpartner an der ESM war. Auch Rudolph Ensing begleitete meine „Schulzeit“, ebenso wie sein aktueller Nachfolger Anton Hrovath.

Damals schon drohte die Schule aus allen Nähten zu platzen. Ein erstes provisorisches Unterrichtsgebäude mit drei Klassenzimmern für die Grundschule war bereits 1998 errichtet und im Beisein des ehemaligen Bundesfinanzministers Theo Waigel eingeweiht worden. Mit der sich ankündigenden EU-Osterweiterung war mittelfristig mit einer deutlichen Aufgabensteigerung im Europäischen Patentamt auch ein weiteres Ansteigen der Schülerzahlen zu erwarten. Deshalb drängten Schulleitung und das Europäische Patentamt darauf, die im Bebauungsplan des 1979 bis 1981 errichteten Schulgeländes bereits vorgesehenen Erweiterungen zu realisieren.

Die Bundesrepublik Deutschland, vertraglich verpflichtet zur Errichtung und Unterhaltung des Schulgeländes und der baulichen Anlagen, befand sich schon in Verhandlungen und planerischen Vorbereitungen über Raumbedarf und Finanzierung der neuen Gebäude. Die bauliche Umsetzung, insbesondere deren Koordinierung und Projektleitung, hatte die BRD, wie bei allen Baumaßnahmen des Bundes in Bayern, der Bayerischen Staatsbauverwaltung übertragen. Dort war ich bereits seit erfolgreichem Abschluss meines Studiums als Bauingenieur im September 1979 als Projektbearbeiter, -leiter und –manager für große Bauaufgaben der Bundeswehr und Wohngebäude der Bundesvermögensverwaltung (heute Bundesanstalt für Immobilienaufgaben) in Stadt und Landkreis München tätig.

Als nach erfolgreichem Abschluss meines zuletzt betreuten Neubauprojekts, einem Institutsgebäude der Bundeswehr in Garching-Hochbrück, der bis dato zuständige Kollege Ende 1999 in Ruhestand ging, wurde mir die Betreuung der Liegenschaft Europäische Schule München übertragen. Diese hatte ich bis zu meinem Eintritt in den Ruhestand Ende Januar 2020 inne und durfte seither mit zahlreichen Partnern verschiedenster Institutionen und tatkräftiger Unterstützung etlicher Kolleginnen und Kollegen gemeinsame Bauaufgaben zur Realisierung bringen.

Ich kann nicht verhehlen, dass ich nicht in jedem Detail zufrieden mit den Ergebnissen meiner „schulischen Tätigkeit“ bin. Aber ich bin stolz darauf, was ich in diesen mehr als 20 Jahren für die Europäische Schule München mit bewerkstelligen durfte. So gesehen fühle ich mich in gewisser Weise auch als Ehemaliger und würde mich freuen, von Ihnen auch als solcher gesehen zu werden.

Erich_Herbst

Yvon Heumann wird 90

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Yvon Heumann, der von 1985 bis 1994 Direktor der ESM war, wird am 28. Januar 90 Jahre alt. Viele von uns Ehemaligen kennen ihn noch aus dieser Zeit und haben ihn in guter Erinnerung.

Da er allein und sehr zurückgezogen lebt, wird er sich gewiss über Glückwünsche zu seinem Geburtstag freuen. Wegen des Datenschutzes ist es leider nicht möglich ist, hier die
postalische Adresse zu veröffentlichen. Ich schlage daher Folgendes vor:

  • Glückwünsche, z.B. als PDF-Datei, bis zum 16. Januar per Mail an den Administrator senden. Diese werden dann ausgedruckt und per Post oder persönlich weitergeleitet.
  • Bis zum 9. Januar Anfrage nach der Postadresse an den Administrator; die Auskunft erfolgt dann per Mail.

Seit der gemeinsamen Zeit an der ESM sind Yvon und ich befreundet. In "normalen" Zeiten haben wir uns mindestens zweimal pro Jahr getroffen. Das Foto entstand am 1. September 2018 bei einem wunderbaren Essen in der Nähe von Kortrijk.

Wenn es die Einreise- und Corona-Regelungen erlauben, werde ich selbst nach Brüssel fahren. Derzeit sind jedoch noch ein "frischer" PCR-Test und ggf. eine Quarantäne vorgeschrieben. Das macht einen Besuch eher schwierig…